Kabelloser Schrittmacher und Elektroporation (PFA): Neue Herztherapien im Ambulanten Herzzentrum

Kabelloser Schrittmacher und Elektroporation (PFA): Neue Herztherapien im Ambulanten Herzzentrum

Im Ambulanten Herzzentrum kommen seit Kurzem zwei neue medizinische Verfahren zum Einsatz, die die Behandlung von Herzrhythmusstörungen erweitern.

Erste Patienten konnten von den neuen Therapieoptionen bereits profitieren. „Wir freuen uns, dass wir unseren Patient*innen alternative Behandlungsvorschläge machen und damit unser Leistungsspektrum erweitern können“, sagt der Kardiologe und Ärztlicher Leiter Dr. med. Thomas Dietze.

Kabelloser Herzschrittmacher

Im Unterschied zu herkömmlichen Systemen benötigt dieses Gerät keine Elektroden, die durch Blutgefäße geführt werden. Der Schrittmacher wird über einen Katheter direkt im Herzen platziert. Das kann vor allem für Patientinnen und Patienten vorteilhaft sein, bei denen die Gefäße nach Operationen oder Bestrahlungen nicht mehr für Elektroden geeignet sind. Dank eines speziellen Verschlusssystems, konnten wir diese Eingriffe auch vollständig ambulant durchführen. Die sofortige Besserung der Beschwerden und die schnelle ambulante Behandlung haben unsere ersten beiden Patienten gleichermaßen begeistert.

Elektroporation (PFA)

Die Elektroporation (PFA) wird zur Behandlung von Vorhofflimmern angewendet. Dabei handelt es sich um ein Verfahren zur gezielten Verödung bestimmter Herzareale, das im Rahmen einer Pulmonalvenenisolation (PVI) eingesetzt wird. Besonders ist hier die gezielte Therapie der Herzmuskelzellen durch Erzeugung von kleinsten Löchern auf Zellebene, ohne umgebende Gewebe zu schädigen „Die notwendigen Verödungen konnten in kurzer Zeit durchgeführt werden. „Auch wenn diese Methode noch neu ist und bislang nur wenige wissenschaftliche Langzeitergebnisse vorliegen, ist ihre Wirksamkeit mit etablierten Verfahren vergleichbar und sie könnte mit weniger Komplikationen verbunden sein“, sagt Dr. Dietze.

Die ersten Eingriffe verliefen schnell und komplikationslos. Die Patientin bzw. der Patient konnten bereits rund 4 Stunden nach dem Eingriff die Praxis verlassen und war mit dem Verlauf hochzufrieden.