AHZ Kassel startet neues Versorgungskonzept für besseres Lipidmanagement

AHZ Kassel startet neues Versorgungskonzept für besseres Lipidmanagement

Das Ambulante Herzzentrum Kassel (AHZ) erweitert seine strukturierte Nachsorge von Herzpatient*innen um ein neues Versorgungskonzept zur Verbesserung des Lipidmanagements.

Gemeinsam mit Novartis Deutschland wurde ein Programm entwickelt, das Patient*innen nach einer kathetergestützten Behandlung der Herzkranzgefäße (PCI) gezielt bei der Senkung erhöhter LDL‑Cholesterinwerte unterstützt. Erhöhte LDL‑Cholesterinwerte gelten als entscheidender Risikofaktor für Herz‑Kreislauferkrankungen.

Das neue Konzept verfolgt einen klar strukturierten Behandlungspfad: Ziel ist es, die Versorgung zu vereinheitlichen und Risikofaktoren so nachhaltig zu reduzieren. „Viele Herz-Kreislauferkrankungen sind vermeidbar: Rund 80 Prozent lassen sich auf beeinflussbare Risikofaktoren zurückführen. Einer der wichtigsten ist ein zu hoher LDL-Cholesterinwert“, betont PD Dr. med. Christoph Jensen, Ärztliche Leitung am Ambulanten Herzzentrum Kassel

In einer zunächst einjährigen Pilotphase werden Patient*innen in das strukturierte Programm aufgenommen. Das gemeinsame Ziel: Innerhalb von zwölf Monaten sollen 90 % der Teilnehmenden zuverlässig ihre individuell definierten Cholesterinwerte erreichen.

Moderne Abläufe – unterstützt durch Telemedizin

Durch telemedizinische Komponenten und klar definierte Abläufe wird die Nachsorge für die Patient*innen einfacher.

„Wir freuen uns sehr, das Ambulante Herzzentrum Kassel als Partner bei diesem Projekt zu unterstützen“, sagt Nicolas X. Weber, Novartis Deutschland. Die Kooperation solle nicht nur die ambulante Nachsorge stärken, sondern langfristig die Qualität der Versorgung verbessern und neue Strukturen im Gesundheitswesen etablieren.